Version 3.0.6 - Zuletzt aktualisiert am 27. November 2025
GIMP: Die beste kostenlose Photoshop-Alternative auf Deutsch
GIMP ist ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm für Windows, Mac und Linux und seit Jahren die seriöseste Abo-freie Alternative zu Photoshop. Wir haben die neueste Version auf Windows 11 und macOS Sonoma getestet – und waren positiv überrascht, wie viel Leistung und Flexibilität tatsächlich drinsteckt.
GIMP für Windows, Mac und Linux

GIMP läuft auf allen großen Plattformen, und die Installation verlief in unserem Test reibungslos. Unter Windows dauerte die Einrichtung rund 20 Sekunden, bei der Mac-Version war – wie üblich – eine Sicherheitsfreigabe nötig, bevor die App geöffnet werden konnte. Linux-Nutzer installieren über Paketverwaltung oder Flatpak.
Damit ist GIMP besonders attraktiv für alle, die systemübergreifend arbeiten – Projekte lassen sich problemlos zwischen Windows, Mac und Linux verschieben, solange Sie im hauseigenen XCF-Format speichern.
Benutzeroberfläche und Design
GIMP ist nicht das schönste Programm der Welt, doch die Oberfläche wirkt vertraut – besonders, wenn Sie zuvor mit Photoshop gearbeitet haben. In unserem Test zeigte sich, dass die meisten Werkzeuge und Panels genau dort liegen, wo man sie erwartet.
Das Theme ist dunkel (schwarz und grau) und vermittelt einen professionellen Eindruck, auch wenn das Design für manche etwas altbacken wirken mag. Farben und Layout lassen sich jedoch nach Bedarf anpassen – eine Funktion, die wir bei vielen neueren Bezahlprogrammen vermissen.
Funktionen und Werkzeuge: GIMP überzeugt

Obwohl GIMP Open-Source und kostenlos ist, decken die Funktionen vieles ab, wofür man sonst bezahlt. In unserem Test gab es im Alltagsbetrieb keine spürbaren Einschränkungen bei:
– Ebenen und Ebenenmasken
– Pinsel und Pinseleinstellungen
– Healing Tool und Klon-Werkzeug
– Farbkorrekturen und Gradationskurven
– Transformationswerkzeuge
– GEGL‑basierten Effekten und Filtern
Auch große Bilddateien werden besser verarbeitet als erwartet. Wir importierten eine 8K‑TIFF-Datei auf einem Windows 11‑PC – das Öffnen dauerte ein paar Sekunden, anschließend lief die Arbeit flüssig.
GIMP unterstützt die meisten Dateiformate und kann sogar PSD-Dateien öffnen. Beachten Sie jedoch, dass nicht alle Photoshop-Funktionen perfekt übernommen werden, wenn die Dateien sehr komplexe Ebenen oder Smart Objects enthalten.
GIMP für kreative Projekte
Für Hobbyfotografen, Grafik-Einsteiger und Semiprofis ist GIMP ein hervorragendes Werkzeug. In unserem Test erstellten wir Retuschen, Logos, Thumbnails und einfache Social-Media-Grafiken ohne Probleme. Vor allem die Ebenenstruktur und die intuitiven Tools machen das Programm stark.
Professionelle Anwender, die mit CMYK für den Druck arbeiten, vermissen weiterhin einen vollständigen CMYK‑Workflow (das erfordert Plugins wie Separate+). Für 95% der Bedürfnisse deutscher Nutzer ist GIMP jedoch mehr als ausreichend – und oft besser als viele Bezahl-Alternativen.
GIMP auf Deutsch
Ein klarer Vorteil: GIMP gibt es auf Deutsch. In unserem Test war die Übersetzung durchgehend gelungen, und alle zentralen Menüs und Werkzeuge wurden auf Deutsch angezeigt – ideal für Einsteiger.
GIMP im Vergleich zu Alternativen
Wenn Sie in Deutschland ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm suchen, steht GIMP klar auf Platz eins. Dennoch lohnen sich diese Alternativen:
Adobe Photoshop – Am besten für Profis, aber teuer wegen des Abos
Paint.NET – Leichter zu lernen, jedoch nur für Windows
Krita – Stark für Illustration, bei Fotobearbeitung nicht ganz so mächtig
In der Praxis werden die meisten deutschen Nutzer GIMP bevorzugen, weil es kostenlos, flexibel und nahezu allen Aufgaben ohne Plugins gewachsen ist.
So schlug sich GIMP in unserem Test
Nach mehreren Stunden mit Export, Freistellen, Farbkorrektur und ebenenbasierter Bearbeitung blieb der Eindruck eines reifen, stabilen und überraschend leistungsstarken Programms. Abstürze traten keine auf, jedoch fiel uns auf:
– Einige Werkzeuge wirken auf dem Mac langsamer als unter Windows
– Die Oberfläche kann für neue Nutzer überladen wirken
– Manche Funktionen sind in tiefen Menüs versteckt
Dafür bekommt man Freiheit, Flexibilität und null Abokosten. Das macht GIMP schwer zu schlagen.
Abschließende Bewertung von GIMP
GIMP ist ohne Zweifel das kompletteste kostenlose Bildbearbeitungsprogramm auf dem Markt. Es bietet eine breite Werkzeugpalette, unterstützt nahezu alle Dateiformate und funktioniert nahtlos auf Windows, Mac und Linux. Kritik gibt es im Detail – vor allem beim Design und der fehlenden vollständigen CMYK-Unterstützung –, doch für die meisten deutschen Anwender ist GIMP eine ausgezeichnete Wahl.
Wenn Sie eine kostenlose Alternative zu Photoshop suchen, ist dieses Programm der richtige Download.
Top 5 Tipps und Tricks für GIMP
Ebenenmasken für präzise Bildbearbeitung nutzen
Ebenenmasken heben GIMP auf ein professionelles Niveau. In unserem Test nutzten wir sie für alles – vom Freistellen bis zur Feinabstimmung von Himmel und Hauttönen.
Ebenenmasken arbeiten nicht-destruktiv, Sie können also jederzeit zurück:
– Rechtsklick auf die Ebene
– Ebenenmaske hinzufügen
– Mit Schwarz ausblenden, mit Weiß wiederherstellen
Besonders nützlich bei Porträts oder Produktfotos, wo Präzision alles ist.
Zeit sparen mit den wichtigsten Tastenkürzeln
Wer täglich in GIMP arbeitet, nutzt Tastenkürzel als „geheime Abkürzung“. In unserem Test wurden Routineaufgaben fast doppelt so schnell:
– Strg + Z: Rückgängig
– Strg + Umschalt + E: Datei exportieren
– M: Auswahlwerkzeug
– Strg + L: Ebenendialog öffnen
Kürzel lassen sich unter Bearbeiten > Einstellungen > Tastenkürzel anpassen – praktisch, wenn Sie von Photoshop wechseln und denselben Workflow möchten.
GIMP mit den besten Plugins erweitern
GIMP kann weit mehr, als man denkt – vor allem mit Plugins. Viele Nutzer in Deutschland bearbeiten damit Hobbyfotos; hier helfen Plugins enorm. Unsere Favoriten im Test:
– G’MIC: Für fortgeschrittene Filter, Unschärfen und Farbkorrekturen
– Resynthesizer: Must-have zum Entfernen von Objekten
– DarkTable-Integration: Verbessert den RAW-Import deutlich
Installieren Sie Plugins, indem Sie die Dateien in den Plugin-Ordner von GIMP legen und das Programm neu starten. Ein großes Qualitätsplus – kostenlos.
Verschiedene Arbeitsbereiche für Projekte speichern
GIMP kann bei vielen Panels schnell voll wirken – besonders, wenn man unterschiedliche Projekttypen bearbeitet. Praktisch: Sie können mehrere Workspaces speichern:
– Ein Layout für Fotobearbeitung
– Eines für Illustration
– Eines für Social-Media-Grafiken
Gehen Sie zu Fenster > Arbeitsbereich speichern als.
So wechseln Sie mit wenigen Klicks zwischen Setups – eine Luxusfunktion, die sonst oft nur teure Programme bieten.
Mit dem Healing Tool schnell und einfach retuschieren
Das Healing-Tool in GIMP ist überraschend leistungsfähig. Wir nutzten es u. a. für:
– Entfernen von Staub auf dem Kamerasensor
– Korrigieren kleiner Hautunreinheiten
– Reparieren alter Fotos
So geht’s:
H drücken → Strg‑Klick, um die Quelle zu wählen → über den Bereich malen.
Die Ergebnisse sind oft so gut wie in Photoshop – ohne aufwendige Ebenenarbeiten für Kleinigkeiten.
GIMP FAQ
Ja. GIMP ist völlig kostenlos und Open Source. Es gibt keine versteckten Kosten, keine Abos und keine Funktionsbeschränkungen.
Ja, GIMP lässt sich auf Deutsch nutzen. In unserem Test war die Übersetzung sorgfältig und erleichterte Einsteigern den Zugang.
GIMP kann die meisten PSD-Dateien problemlos öffnen. Sehr komplexe Effekte und Smart Objects können sich jedoch anders verhalten als in Photoshop.
Ja. GIMP läuft auf allen drei Systemen, und Projekte lassen sich ohne Kompatibilitätsprobleme verschieben, wenn Sie im XCF-Format speichern.
Für die meisten Nutzer in Deutschland: ja. GIMP bietet Ebenen, Masken, Pinsel und Profi-Werkzeuge gratis. In Druckereien kann jedoch eine vollständige CMYK-Unterstützung fehlen.



