Foliate – Open-Source-E-Book-Reader für Linux
Foliate ist ein kostenloser Open-Source-E-Book-Reader, der besonders unter Linux-Nutzern beliebt ist. Das Programm unterstützt die gängigsten E-Book-Formate wie EPUB, MOBI, AZW, PDF sowie CBZ/CBR (Comics). In unserem Test unter Ubuntu 24.04 hat uns positiv überrascht, wie schnell und reaktionsfreudig sich die Anwendung im Vergleich zu anderen kostenlosen E-Book-Readern anfühlt.
Funktionen und Benutzererlebnis

Foliate bietet eine schlichte, minimalistische Oberfläche, mit der du direkt ohne Ablenkungen loslesen kannst. Wir haben das Programm auf einem Ubuntu-24.04-Laptop getestet und keine Verzögerungen beim Umblättern festgestellt – alles fühlte sich selbst bei großen EPUB-Büchern mit mehreren Hundert Seiten blitzschnell und flüssig an.
Als Erstes fiel uns die Vielzahl an Lesethemes auf. Das Standard-Theme ist hell und klar, aber wir wechselten abends schnell in den Dunkelmodus, was die Augen deutlich entlastete. Auch Sepia erwies sich bei längeren Lesesessions als äußerst angenehm, besonders wenn man stundenlang am Bildschirm sitzt. Durch die Kombination aus Themes, Schriftart und Zeilenabstand lässt sich das Leseerlebnis exakt an den eigenen Geschmack anpassen – wir haben uns sogar unterschiedliche „Profile“ je nach Tageszeit erstellt.
Besonders beeindruckt hat uns das integrierte Wörterbuch. Es fühlt sich natürlich an, ein Wort zu markieren und sofort eine Definition oder Übersetzung zu erhalten – ganz ohne Browser. Wir haben außerdem die Übersetzungsfunktion über Web-APIs ausprobiert: Sie kam sowohl mit englischen als auch mit deutschen Texten problemlos zurecht – sehr praktisch beim Lesen fremdsprachiger E-Books.
Die Möglichkeit, Notizen und Lesezeichen anzulegen, erwies sich als deutlich praktischer, als wir erwartet hatten. Wir haben unter anderem einige Fachbücher im PDF-Format gelesen und konnten blitzschnell Markierungen und kurze Notizen zu Abschnitten hinzufügen, zu denen wir später zurückkehren wollten. In unserem Test wurden sie zuverlässig gespeichert und ließen sich anschließend leicht wiederfinden. So vermittelt Foliate nicht nur das Gefühl eines E-Book-Readers für Romane und entspanntes Lesen, sondern eignet sich auch ernsthaft für Studium und Recherche.
Unterm Strich wirkt Foliate extrem ausgereift, obwohl es Open Source und kostenlos ist. Wir haben verschiedene Dateitypen (EPUB, PDF und CBR) getestet und kaum Fehler oder Abstürze erlebt – tatsächlich lief es stabiler als mancher kommerzielle E-Book-Reader.
Integration und Anpassung
Eine der Stärken von Foliate ist die Integration von OPDS-Katalogen, sodass du E-Books direkt aus Quellen wie Project Gutenberg oder dem Internet Archive hinzufügen kannst. Für Anwender in Deutschland bietet es sich an, eigene E-Book-Sammlungen über lokale Ordner oder ein NAS einzubinden.
In unserem Test funktionierten sowohl Import als auch Organisation reibungslos – selbst bei großen Bibliotheken mit mehreren Hundert Büchern.
Geschwindigkeit und Stabilität
Selbst umfangreiche PDFs wurden in Foliate schnell geöffnet; Zoomen und Scrollen liefen ruckelfrei. Comic-Dateien im CBR-Format beanspruchten etwas mehr RAM, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen. Insgesamt wirkt Foliate deutlich schlanker als Alternativen wie der integrierte E-Book-Reader von Calibre.
Stärken und Schwächen der Software
Foliate ist auf Einfachheit und Fokus ausgelegt – und das gelingt überzeugend. Es fehlen jedoch fortgeschrittene Funktionen wie die Synchronisierung zwischen Geräten und eine Cloud-Integration. Wer das benötigt, muss auf Drittanbieter-Tools zurückgreifen.
Top 5 Tipps für Foliate
Foliate kann EPUB, MOBI, AZW, PDF, FB2 sowie CBR/CBZ (Comics) öffnen. Damit ist es ein vielseitiger E-Book-Reader – egal, woher deine Bücher stammen.
Das Programm wurde für Linux entwickelt und ist offiziell nur für Linux-Distributionen wie Ubuntu, Fedora und Arch verfügbar. Man kann jedoch mit Flatpak experimentieren oder es unter Windows über WSL ausführen.
Ja. Du kannst Bücher zur Bibliothek hinzufügen, in der Sammlung suchen sowie Lesezeichen und Notizen anlegen. Allerdings ist es einfacher gehalten als etwa Calibre mit seiner erweiterten Metadatenverwaltung.
Ja, es gibt Dunkelmodus, Sepia und weitere Lesethemes. Schriftart, Zeilenabstand und Ränder lassen sich nach deinen Vorlieben anpassen.
Ja. Foliate unterstützt OPDS-Kataloge, sodass du Bücher aus Quellen wie Project Gutenberg, Standard Ebooks und dem Internet Archive direkt in der App beziehen kannst.



