Orion Browser fühlt sich an wie Safari – mit mehr Freiheit
Der Orion Browser ist ein privater und schneller Webbrowser von Kagi, basierend auf WebKit, mit integriertem Adblocker, Anti-Tracking und Unterstützung für Browser-Erweiterungen.
Kurz gesagt wirkt Orion wie ein Browser für alle, die Safari mögen, sich aber mehr Kontrolle wünschen. Besonders auf dem Mac ist er interessant, weil er sich in macOS heimisch anfühlt – etwas, das Chrome und Edge oft nicht schaffen. In unserem Test auf dem Mac fiel auf: Orion startet schnell, fühlt sich im Alltag leichtfüßig an und verfolgt beim Datenschutz einen nerdigeren Ansatz als die meisten Mainstream-Browser.

Orion wird von Kagi entwickelt, den Machern der datenschutzfokussierten Suchmaschine Kagi. Der Browser ist kostenlos nutzbar und kommt laut Kagi ohne Konto oder Registrierung aus. Die offizielle Seite beschreibt Orion als WebKit-Browser mit null Telemetrie, integrierter Werbeblockierung und Anti-Tracking.
Ein Mac-Browser mit WebKit statt Chromium
Das Spannendste am Orion Browser: Er ist nicht nur ein weiterer Chromium-Browser mit neuer Farbe und neuem Logo. Orion setzt auf WebKit – also dieselbe Engine wie Safari. Das kann auf dem Mac natürlicher, schneller und stromsparender wirken als viele Alternativen, vor allem wenn du eine MacBook im Alltag nutzt.
Wir erlebten Orion als Browser, der besonders für normales Surfen, Recherche, Nachrichten, YouTube, Webmail und Arbeit in Webdiensten sinnvoll ist. Seiten laden flott, das Interface wirkt ruhig, ohne leer zu sein. Er hat immer noch einen anderen Rhythmus als Safari, aber das ist nicht negativ – eher wie ein flexibleres Safari mit mehr Einstellungen und besserer Kontrolle über Tabs, Erweiterungen und Datenschutz.
Kagi betont, dass Orion für macOS nach mehreren Jahren Entwicklung die Beta verlassen hat und nun ein stabiler Browser für den Mac ist. In neueren Release Notes werden unter anderem verbesserte Leistung bei vielen Tabs, schnelleres Wechseln zwischen Tab-Ansichten und kürzere Startzeiten bei großen Tab-Sammlungen genannt.
Datenschutz ohne großen Aufwand
Orion Browser richtet sich klar an Nutzer, die nicht den halben Nachmittag mit Privacy-Feintuning verbringen wollen. Werbeblockierung und Tracker-Schutz sind integriert, Telemetrie gibt es laut Hersteller nicht. Das unterscheidet ihn von vielen anderen Browsern, in denen man oft mehrere Dinge deaktivieren, zusätzliche Erweiterungen installieren oder auf unklare Datenschutzeinstellungen vertrauen muss.
In der Praxis wirkt Orion dadurch von Beginn an „fertiger“. Einstellungen lassen sich natürlich anpassen, aber die Basis ist bereits stimmig. Besonders Seiten mit vielen Anzeigen fühlten sich ruhiger an – ganz ohne vorher einen Adblocker nachrüsten zu müssen.
Damit ist Orion ideal für Mac-Nutzer in Deutschland, die eine schnelle Alltags-Browserlösung wollen, aber nicht unbedingt Google Chrome als Standardbrowser einsetzen möchten.
Unterstützt Chrome-, Firefox- und Safari-Erweiterungen

Eines der ungewöhnlichsten Features von Orion ist die Erweiterungsunterstützung. Auf der offiziellen macOS-Seite hebt Kagi hervor, dass Orion Chrome-, Firefox- und Safari-Extensions unterstützt. Das ist in einem WebKit-Browser selten.
Das heißt jedoch nicht, dass alle Erweiterungen perfekt funktionieren. Manche Extensions sind sehr spezifisch für Chrome oder Firefox entwickelt und verhalten sich in Orion anders. In unserem Einsatz waren vor allem die gängigen Erweiterungstypen relevant: Passwort-Manager, Dark-Mode-Tools, Produktivitätserweiterungen sowie einfache Adblocker-/Lese-Tools.
Genau hier hebt sich Orion von Safari ab. Safari ist schnell und poliert, doch die Auswahl an Erweiterungen kann begrenzt wirken. Orion versucht, Mac-Nutzern WebKit-Tempo und gleichzeitig ein größeres Extensions-Ökosystem zu bieten.
Orion für iPhone, iPad, Mac und Linux
Der Orion Browser ist in erster Linie auf Apple-Geräten am spannendsten. Es gibt ihn für macOS, iPhone und iPad; die offizielle Doku nennt außerdem Linux als offene Beta. Eine Windows-Version ist in Entwicklung, sollte aber derzeit noch nicht als natürliche erste Wahl gelten.
Auf iPhone und iPad ist Orion ebenfalls kostenlos und wird mit Fokus auf Geschwindigkeit, keine Werbung und keine Telemetrie beworben. Damit ist er besonders für Nutzer attraktiv, die bereits im Apple-Ökosystem unterwegs sind.
Auf dem Mac ergibt Orion aktuell jedoch am meisten Sinn. Hier ist er eine echte Alternative zu Safari, Chrome, Firefox, Brave und Arc.
Für wen eignet sich der Orion Browser?
Der Orion Browser passt zu dir, wenn du einen Mac nutzt und einen schnellen, privaten und flexiblen Browser möchtest. Besonders interessant ist er, wenn du Safari magst, dir aber bessere Erweiterungen, vertikale Tabs, mehr Kontrolle und stärkeren integrierten Schutz vor Tracking wünschst.
Weniger geeignet ist er, wenn du Windows als Hauptrechner nutzt oder auf eine bestimmte Chrome-Erweiterung angewiesen bist, die wirklich zu 100 % ohne Macken laufen muss. In solchen Fällen sind Chrome, Edge oder Brave die sicherere Wahl.
Für uns hat Orion Charakter. Er ist nicht ganz so durchpoliert wie Safari oder Chrome, bringt aber eine frische Idee mit: ein Browser, der die Mac-Plattform respektiert, ohne dich in Safaris Einschränkungen festzunageln.
Alternativen zum Orion Browser
Safari ist die naheliegendste Alternative, wenn du maximale Akkulaufzeit, Apples eigene Integration und den Browser möchtest, der bereits auf deinem Mac vorinstalliert ist.
Brave ist eine starke Wahl, wenn du Datenschutz, integrierten Adblocker und breite Chrome-Kompatibilität auf Windows, Mac und Mobilgeräten willst.
Firefox bleibt relevant, wenn du weg von Chromium möchtest und trotzdem einen Browser mit starkem Erweiterungs-Ökosystem und vielen Datenschutzeinstellungen suchst.
Google Chrome ist die kompatibelste Wahl, aber die am wenigsten spannende, wenn Datenschutz deine oberste Priorität ist.
Top 5 Tipps für den Orion Browser
Starte mit Adblocker- und Tracking-Einstellungen
Orion hat einen integrierten Werbeblocker und Anti-Tracking. Öffne dennoch die Einstellungen und wähle, wie strikt geblockt werden soll. In manchen deutschen Onlineshops und auf Login-Seiten kann es nötig sein, die Regeln zu lockern.
Wichtige Extensions einzeln testen
Orion kann viele Chrome-, Firefox- und Safari-Erweiterungen nutzen, aber nicht alle laufen perfekt. Installiere zuerst deine wichtigsten Add-ons und prüfe sie auf den Websites, die du am häufigsten nutzt, bevor du komplett umsteigst.
Probiere vertikale Tabs bei vielen offenen Seiten
Wenn du oft 20–30 Tabs offen hast, sorgen vertikale Tabs für mehr Übersicht. Das funktioniert besonders gut auf größeren Mac-Displays und ist übersichtlicher als zusammengedrängte Tabs oben.
Nutze Orion ein paar Tage als Safari-Alternative
Teste Orion am besten als Primärbrowser länger als fünf Minuten: für Banking, E-Mail, Streaming, Recherche und alltägliches Surfen. Erst dann merkst du, ob WebKit-Tempo und Zusatzfunktionen zu deinem Workflow passen.
Kagi Search in Erwägung ziehen – aber ohne Zwang
Orion stammt von Kagi, dennoch musst du Kagi Search nicht nutzen. Die Kombination ist jedoch interessant, wenn du Browser und Suche mit stärkerem Datenschutz-Fokus möchtest.
Orion Browser ist eine der spannendsten Safari-Alternativen
Der Orion Browser ist nicht für alle, trifft aber eine Zielgruppe sehr genau: Mac-, iPhone- und iPad-Nutzer, die einen schnellen Browser mit mehr Datenschutz und besseren Erweiterungsmöglichkeiten als Safari suchen.
Das Beste an Orion ist die Kombination aus WebKit, null Telemetrie, integriertem Adblocker und Support für mehrere Erweiterungs-Typen. Die Schwäche: Er wirkt derzeit auf Apple-Plattformen am reifsten und einzelne Extensions oder Websites können etwas Geduld erfordern.
Für Mac-Nutzer ist Orion dennoch einen Test wert. Er ist keine weitere Chrome-Klon-Variante – und genau das macht ihn interessant.
"Metabeskrivelse:"Orion Browser: schnelle WebKit-Safari-Alternative für Mac. Integrierter Adblocker, Anti-Tracking, Erweiterungen für Chrome/Firefox/Safari.


