Conky – Systemüberwachung direkt auf Ihrem Linux-Desktop
Conky ist ein leichtgewichtiges, aber äußerst leistungsstarkes Systemmonitor-Tool für Linux. Das Programm kann alles von CPU- und RAM-Auslastung bis hin zu Netzwerkgeschwindigkeiten und Temperaturen anzeigen – direkt als Widgets auf Ihrem Desktop. Es lässt sich nahezu grenzenlos anpassen. Wir haben Conky auf Ubuntu 24.04 getestet: Es lief reibungslos und ohne nennenswerte Systemlast.
Funktionen und Möglichkeiten in Conky

Conky kann praktisch jede Systeminformation anzeigen, die Sie sich vorstellen können – und in unserem Test hat uns beeindruckt, wie detailliert und präzise die Daten präsentiert werden. Wir starteten mit einer Standardkonfiguration auf einem Ubuntu-24.04-PC, bei der CPU-Last und RAM-Verbrauch als dezentes Overlay in der Ecke erschienen. Anschließend fügten wir schrittweise weitere Module hinzu. Selbst mit einem halben Dutzend laufender Widgets gab es keine spürbaren Einbußen bei der Systemleistung.
✅ CPU- und GPU-Auslastung – wir konnten live sehen, wie die Prozessorkerne ausgelastet waren und wie stark die Grafikkarte arbeitete, während Benchmarks liefen.
✅ RAM- und Swap-Status – Conky zeigte exakt, wie viel Arbeitsspeicher belegt war und wie viel Swap genutzt wurde.
✅ Speicherplatz pro Partition – wir testeten mit mehreren SSDs und externen Laufwerken; sie wurden inklusive Platzbelegung und I/O-Aktivität erkannt.
✅ Netzwerkgeschwindigkeiten und IP-Adressen – bei unseren Download- und Streamingtests zeigte Conky in Echtzeit Upload- und Download-Rate sowie die IP-Adresse.
✅ Temperaturen aus Sensoren – CPU- und GPU-Temperaturen wurden korrekt ausgelesen und reagierten sichtbar auf Lastspitzen.
✅ Kalender, Uhrzeit und Musikplayer – wir richteten Conky so ein, dass Kalender und Musikplayer (Rhythmbox) angezeigt wurden – ohne Probleme.
All das erscheint als transparente Overlays oder kleine Boxen auf dem Desktop. Wir probierten sowohl minimalistische Setups nur mit Zahlen und Diagrammen als auch fortgeschrittene HUD-ähnliche Themes, bei denen die Daten quasi über den Bildschirm flossen. Unabhängig von der Konfiguration lief alles stabil; es kam nie zu Einfrierern oder Abstürzen – selbst auf einem älteren Testsystem mit begrenzten Ressourcen.
Anpassung und Themes
Besonders beliebt ist Conky wegen seiner umfangreichen Customization. Sie können eigene Scripts in Lua schreiben oder fertige Themes aus der Community nutzen. Wir haben mehrere Themes getestet – von minimalistischen Statusleisten bis zu ausgefallenen Sci‑Fi‑HUDs. Die Installation von Themes erforderte etwas manuelle Einrichtung, lief danach jedoch stabil.
Performance und Systemanforderungen
Selbst auf einem älteren Testrechner mit nur 2 GB RAM und einer Dual‑Core‑CPU lag die Hintergrundlast von Conky unter 1% CPU. Damit eignet es sich sowohl für moderne Linux-Distributionen als auch für leichtere Systeme, wenn Sie ein schönes und funktionales Desktop-Erlebnis möchten, ohne den Rechner auszubremsen.
Herausforderungen und Benutzererfahrung
Der größte Nachteil von Conky ist die Lernkurve. Die Standardkonfiguration ist recht schlicht, und wenn Sie ein schönes Theme möchten, müssen Sie oft mit Konfigurationsdateien arbeiten. Es gibt jedoch viele Anleitungen im Netz, und mit etwas Ausprobieren findet man schnell hinein.
Top 5 Tipps für Conky
Conky ist ein leichtgewichtiger Systemmonitor für Linux, der CPU, RAM, Netzwerk, Temperaturen und vieles mehr direkt auf dem Desktop anzeigen kann. Das Programm lässt sich mit Themes und Skripten anpassen.
Unter Ubuntu können Sie Conky über das Terminal mit dem Befehl sudo apt install conky-all installieren. Andere Distributionen bieten Conky in ihren Paketquellen oder über den Quellcode von GitHub an.
Ja, Conky hat eine große Community mit vielen fertigen Themes. Sie können diese herunterladen und so anpassen, dass sie zu Ihrer Desktop-Umgebung passen.
Conky benötigt sehr wenige Ressourcen. Selbst auf älteren Rechnern mit wenigen GB RAM liegt die CPU-Auslastung in der Regel unter 1%.
Für Einsteiger kann die Einrichtung herausfordernd sein, da Konfigurationsdateien bearbeitet werden müssen. Mit Anleitungen und fertigen Themes gelingt der Einstieg jedoch schnell.
