Windows-10-Startmenü mit klassischen Kacheln wie Mail, Microsoft Edge, Fotos, Cortana, Xbox, Store, Nachrichten und Microsoft Solitaire Collection.

Windows 10 ist nicht tot – aber Sie müssen jetzt entscheiden

Windows 10 lässt sich auch 2026 noch verwenden, doch die Zeit, in der man Upgrades ignorieren und auf reguläre Microsoft-Updates vertrauen konnte, ist vorbei.

Für viele Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland ist das nicht nur eine technische Frage. Es geht um das alte Lenovo‑Notebook, den Büro-PC im Homeoffice, den Rechner fürs Onlinebanking und behördliche Logins (z. B. BundID) oder den Desktop, der noch einwandfrei läuft, auf dem Windows 11 sich aber weigert, sich installieren zu lassen. Wir haben die Situation selbst auf einem älteren Windows‑10‑PC getestet, und das Nervigste ist nicht, dass der Computer aufhört zu funktionieren – tut er nicht. Die Herausforderung ist herauszufinden, was jetzt wirklich sicher ist.

Microsoft hat den regulären Support für Windows 10 eingestellt, dennoch haben Sie mehrere Optionen: vorübergehend mit Sicherheitsupdates weitermachen, auf Windows 11 upgraden, eine Alternative wie Linux Mint installieren oder den PC austauschen.

Was bedeutet es, dass der Support für Windows 10 beendet ist?

Wenn der Support für Windows 10 endet, bedeutet das nicht, dass Ihr Computer plötzlich ausfällt. Sie können den PC weiterhin starten, Programme öffnen, Chrome, Firefox, Office, LibreOffice nutzen und im Internet surfen.

Wichtig ist: Windows 10 erhält keine regulären Funktionsupdates und laufenden Verbesserungen mehr wie zuvor. Mit der Zeit wird die Nutzung daher riskanter – besonders, wenn der Rechner für Onlinebanking, BundID/Behörden-Logins, Arbeit, E‑Mail, Cloud-Dateien oder die Schullogins der Kinder eingesetzt wird.

Es ist ein wenig wie bei einem Auto, das morgens noch startet, für das der Hersteller aber keine Sicherheitskorrekturen mehr ausliefert, wenn ein schwerwiegender Mangel entdeckt wird. Das Auto fährt, aber die Verantwortung liegt zunehmend bei Ihnen.

Kann man Windows 10 im Jahr 2026 weiterhin nutzen?

Windows-10-Startmenü mit klassischen Kacheln wie Mail, Microsoft Edge, Fotos, Cortana, Xbox, Store, Nachrichten und Microsoft Solitaire Collection.
Windows 10 kann 2026 weiterhin genutzt werden, doch ältere PCs sollten auf Sicherheitsupdates, Backups und mögliche Alternativen wie Windows 11 oder Linux Mint geprüft werden.

Ja, Windows 10 kann 2026 weiter genutzt werden – allerdings nicht völlig unkritisch.

Wenn Ihr Windows‑10‑PC für erweiterte Sicherheitsupdates registriert ist und Sie Programme, Browser und Antivirus aktuell halten, kann er als Übergangslösung dienen. Erhält er hingegen keine Sicherheitsupdates, sollten Sie deutlich vorsichtiger sein.

Besonders vorsichtig wären wir, wenn der PC genutzt wird für:

✅ Onlinebanking und behördliche Logins (z. B. BundID)
✅ Arbeit oder Kundendaten
✅ E-Mails mit sensiblen Inhalten
✅ Schullogins und Dokumente der Kinder
✅ Onlineshopping und Zahlungen
✅ Im Browser gespeicherte Passwörter

Ein alter Windows‑10‑PC ohne Updates kann für Offline-Nutzung, ältere Spiele, lokale Dokumente oder als Zweitgerät im Haushalt weiterhin gut sein. Als primärer Internet‑PC ist das jedoch langfristig keine empfehlenswerte Lösung.

So erhalten Sie Sicherheitsupdates für Windows 10

Microsoft bietet ein Programm für erweiterte Sicherheitsupdates, mit dem Sie auch nach dem regulären Supportende wichtige Sicherheitskorrekturen erhalten können. Es heißt ESU (Extended Security Updates).

Wichtig ist zu verstehen, was ESU ist – und was nicht.

ESU liefert Sicherheitsupdates. Es macht Windows 10 nicht wieder neu. Erwarten Sie keine neuen Funktionen, modernen Designänderungen oder denselben langfristigen Support wie bei Windows 11. Es ist eine Übergangslösung, die Ihnen mehr Zeit für den Wechsel verschafft.

Prüfen Sie zuerst Ihre Windows‑10‑Version

Bevor Sie etwas anderes tun, sollten Sie prüfen, ob Ihr PC auf die neueste Windows‑10‑Version aktualisiert ist.

So geht’s:

✅ Startmenü öffnen
✅ Einstellungen öffnen
✅ Zu System wechseln
✅ Info auswählen
✅ Windows-Spezifikationen anzeigen
✅ Prüfen, ob Windows 10 Version 22H2 installiert ist

Wenn Ihr PC nicht aktuell ist, öffnen Sie Windows Update und installieren Sie alle ausstehenden Updates.

Nach ESU in Windows Update suchen

Wenn Ihr PC aktualisiert ist, öffnen Sie Windows Update und prüfen Sie, ob Sie den Rechner für erweiterte Sicherheitsupdates registrieren können.

So prüfen Sie es:

✅ Einstellungen öffnen
✅ Update und Sicherheit wählen
✅ Auf Windows Update klicken
✅ Alle verfügbaren Updates installieren
✅ Auf Hinweise zu erweiterten Sicherheitsupdates achten
✅ Der Anleitung auf dem Bildschirm folgen

Wenn die Option noch nicht angezeigt wird, kann das daran liegen, dass der PC nicht vollständig aktualisiert ist, die Funktion auf Ihrem Gerät noch nicht verfügbar ist oder Sie für die Registrierung ein Microsoft-Konto benötigen.

Windows 10 ISO sicher herunterladen

Windows‑10‑Installationsbildschirm mit Auswahl von Sprache, Zeitformat und Tastaturlayout vor dem Fortfahren der Installation.
Bei Installation oder Neuinstallation von Windows 10 sollten Sie die korrekte Sprache und das Tastaturlayout wählen – und stets sicherstellen, dass die ISO-Datei von Microsofts offizieller Downloadseite stammt.

Viele suchen weiterhin nach Windows 10 Download, Download Windows 10 und Windows 10 ISO. Das ist nachvollziehbar, denn eine Installationsdatei kann nötig sein, wenn ein PC zurückgesetzt, repariert oder neu installiert werden soll.

Unsere klare Empfehlung: Laden Sie die Windows‑10‑ISO ausschließlich von Microsofts offizieller Downloadseite herunter.

Vermeiden Sie zufällige ISO‑Dateien aus Foren, alten Mirror-Seiten, unbekannten Downloadportalen oder Links in YouTube‑Kommentaren. Eine Windows‑ISO ist nicht einfach ein normales Programm. Sie ist die Installationsbasis des gesamten Betriebssystems. Ist sie verändert, veraltet oder manipuliert, riskieren Sie ein unsicheres System bereits ab dem ersten Start.

Bevor Sie Windows 10 neu installieren, sollten Sie stets ein Backup von Dokumenten, Fotos, Browserdaten, Lizenzschlüsseln und wichtigen Dateien erstellen. Klingt banal, ist aber oft der Knackpunkt. Eine saubere Neuinstallation kann effektiv sein – sie verzeiht jedoch nicht, wenn etwas vom Desktop vergessen wurde.

Windows 10 oder Windows 11 – was sollten Sie wählen?

Wenn Ihr PC Windows 11 offiziell unterstützt, ist Windows 11 in der Regel die naheliegende Wahl. Sie erhalten ein neueres System, längeren Support und bessere Zukunftssicherheit.

Es gibt jedoch einen Grund, warum so viele weiterhin Windows 10 nutzen. Viele ältere PCs funktionieren für den Alltag hervorragend, werden von Windows 11 aber wegen Anforderungen wie TPM 2.0, Secure Boot oder der CPU abgelehnt.

Die praktische Faustregel:

✅ Windows 11 wählen, wenn der PC es ohne Tricks unterstützt
✅ Vorübergehend bei Windows 10 bleiben, wenn Sie Sicherheitsupdates erhalten und mehr Zeit brauchen
✅ Linux Mint erwägen, wenn der PC für Windows 11 zu alt ist, aber noch flott läuft
✅ Neuen PC kaufen, wenn das Gerät langsam/instabil ist oder für wichtige Logins und Zahlungen genutzt wird

Wir raten davon ab, Windows 11 mit inoffiziellen Methoden auf einen alten PC zu zwängen – es sei denn, Sie wissen exakt, was Sie tun. Es kann funktionieren, aber Sie riskieren Kompatibilitätsprobleme, fehlende Updates und einen Rechner, der unnötig umständlich wird.

Wenn Ihr PC kein Windows 11 erhält

Viele merken das Problem erst beim Upgrade-Versuch, wenn die Meldung erscheint, dass der PC die Anforderungen nicht erfüllt. Das ist frustrierend – besonders, wenn der Rechner sich noch schnell anfühlt.

Die häufigsten Ursachen sind:

✅ TPM 2.0 fehlt
✅ Secure Boot ist deaktiviert oder wird nicht unterstützt
✅ Prozessor ist zu alt
✅ BIOS/UEFI ist nicht korrekt konfiguriert
✅ Zu wenig RAM oder Speicherplatz

Manchmal lässt sich das Problem im BIOS/UEFI lösen, wenn TPM oder Secure Boot lediglich deaktiviert sind. In anderen Fällen ist die Hardware schlicht zu alt.

Der beste erste Schritt ist der Kompatibilitätstest von Microsoft oder ein Blick in Windows Update, wo oft angezeigt wird, ob der PC aufgerüstet werden kann.

Linux Mint kann eine überraschend gute Lösung sein

Wenn Ihr Windows‑10‑PC nicht auf Windows 11 aktualisiert werden kann, sich aber noch flott anfühlt, sollten Sie Linux Mint in Betracht ziehen. Besonders geeignet für Alltagsaufgaben wie Browser, Mail, Textverarbeitung, Streaming, Fotos und leichte Büroarbeit.

Linux Mint wirkt vertrauter als viele denken. Startmenü, Taskleiste, Dateiverwaltung und Programme fühlen sich für Umsteigerinnen und Umsteiger von Windows recht bekannt an. Es ist nicht für alle die richtige Wahl, kann einem älteren PC aber mehrere zusätzliche Jahre verschaffen.

Geeignet für:

✅ Ältere Notebooks
✅ Einfache Homeoffice‑Rechner
✅ PCs für Browser, Mail und Dokumente
✅ Nutzende, die nicht auf spezielle Windows‑Programme angewiesen sind
✅ Familien, die den Neukauf nicht sofort angehen möchten

Der Nachteil ist natürlich, dass nicht alle Windows‑Programme direkt funktionieren. Benötigen Sie bestimmte Buchhaltungsprogramme, Spiele, Hardware‑Tools oder Spezialsoftware, prüfen Sie die Kompatibilität vorher.

Sicherheit auf Windows 10 im Jahr 2026

Windows 10 Datei-Explorer mit Schnellzugriff, Standardordnern wie Desktop, Downloads, Dokumente, Bilder, Musik und Videos sowie OneDrive im linken Menü.
Der Datei-Explorer von Windows 10 arbeitet auf vielen älteren PCs weiterhin vertraut und flott, aber wenn das System 2026 genutzt wird, sollten Dateien und Dokumente stets per Backup abgesichert sein.

Wenn Sie mit Windows 10 weitermachen, sollten Sie die Sicherheit ein wenig anziehen – ohne Panik, aber mit gesundem Menschenverstand.

Beginnen Sie mit dem Browser. Nutzen Sie einen modernen Browser wie Google Chrome, Microsoft Edge, Firefox oder Brave und stellen Sie automatische Updates sicher. Der Browser ist oft das wichtigste Programm auf dem Computer, weil so vieles online passiert.

Entfernen Sie anschließend alte Programme, die Sie nicht mehr benötigen. Alte PDF‑Reader, Treiber‑Tools, „PC‑Optimizer“, alte Spiele‑Launcher und veraltete Plugins können unnötige Sicherheitsrisiken darstellen.

Ein aktuelles Antivirenprogramm ist ebenfalls sinnvoll. Windows‑Sicherheit ist besser als ihr alter Ruf, aber wenn der PC viel online genutzt wird, kann eine stärkere Sicherheitslösung relevant sein. Am wichtigsten ist jedoch, dass Sie keine beliebigen „kostenlosen Bereinigungsprogramme“ installieren, die versprechen, den PC um 300 % zu beschleunigen. Solche Tools sorgen oft für mehr Ärger als Hilfe.

Windows 10 nicht ohne Backup nutzen

Backups sind langweilig – bis man sie braucht.

Wenn Ihr Windows‑10‑PC alt ist, sollten Sie nicht nur an Malware und Updates denken. Denken Sie auch an die Festplatte oder SSD. Ältere Geräte können ohne Vorwarnung ausfallen, und eine Windows‑Neuinstallation hilft nicht, wenn Familienfotos, Abschlussarbeit oder Buchhaltungsdateien nur an einem Ort lagen.

Eine gute Minimallösung ist:

✅ Ein Backup auf einer externen Festplatte
✅ Ein Backup in der Cloud
✅ Automatische Synchronisierung wichtiger Ordner
✅ Test, ob sich die Dateien tatsächlich öffnen lassen
✅ Backup vor Upgrade, Zurücksetzen oder Linux‑Installation

Das kostet beim ersten Mal etwas Zeit, ist aber deutlich weniger ärgerlich als alles zu verlieren.

Unsere Empfehlung für Windows‑10‑Nutzende in Deutschland

Windows‑10‑Einstellungen mit Verknüpfungen zu System, Geräte, Netzwerk und Internet, Personalisierung, Konten, Datenschutz sowie Update und Sicherheit.
In Windows 10 finden Sie die wichtigsten Optionen unter Einstellungen. Dort können Sie u. a. Windows Update, Sicherheit, Backup und prüfen, ob der PC bereit für die nächsten Schritte ist.

Wenn Ihr Windows‑10‑PC noch läuft, müssen Sie ihn nicht morgen entsorgen. Ignorieren sollten Sie die Situation aber auch nicht.

Die beste Lösung hängt davon ab, wie Sie den Computer nutzen. Für einen Zweitrechner, alte Spiele oder einfache Offline‑Aufgaben kann Windows 10 weiterhin Sinn ergeben. Für Onlinebanking, behördliche Logins (z. B. BundID), Arbeit, E‑Mail und die tägliche Internetnutzung sollten Sie sicherstellen, dass der PC Sicherheitsupdates erhält – oder den Umstieg planen.

Unsere praktische Empfehlung ist einfach: Kümmern Sie sich zuerst um Sicherheitsupdates, erstellen Sie als Nächstes ein Backup und entscheiden Sie dann, ob Ihr PC zu Windows 11, Linux Mint wechselt oder in Rente geht.

Die schlechteste Wahl ist nicht, für kurze Zeit bei Windows 10 zu bleiben. Die schlechteste Wahl ist, nichts zu tun und zu hoffen, dass sich das Problem von selbst erledigt.

Top 5 Tipps für Windows 10 im Jahr 2026

Sicherheit

1Erweiterte Sicherheitsupdates aktivieren

Prüfen Sie als Erstes, ob Ihr Windows‑10‑PC für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) registriert werden kann. Das verschafft Zeit – bleibt aber eine Übergangslösung.

Download

2Windows 10 nur bei Microsoft laden

Wenn Sie eine Windows‑10‑ISO benötigen, laden Sie diese von Microsofts offizieller Downloadseite. Meiden Sie alte ISOs aus zufälligen Seiten und Foren.

Aufräumen

3Alte Programme entfernen

Veraltete Treiberpakete, PDF‑Tools, Browser‑Erweiterungen und Optimierer sind oft riskanter als Windows 10 selbst. Räumen Sie auf, bevor Sie fortfahren.

Browser

4Browser und Antivirus aktuell halten

Auf einem älteren Windows‑10‑PC ist der Browser meist das wichtigste Programm. Nutzen Sie einen modernen Browser und halten Sie die Sicherheitsfunktionen aktiv.

Backup

5Backup vor dem nächsten Schritt

Egal ob Sie bei Windows 10 bleiben, zu Windows 11 wechseln oder Linux Mint testen: Erst sichern. Das ist der unspektakuläre Teil, der Sie rettet, wenn etwas schiefgeht.

Häufig gestellte Fragen zu Windows 10 nach Supportende

Ja, Windows 10 kann 2026 weiter genutzt werden, jedoch mit Bedacht. Wenn der PC Sicherheitsupdates erhält und Browser, Antivirus und Programme aktuell sind, taugt er als Übergangslösung.

Ohne Sicherheitsupdates wird Windows 10 mit der Zeit riskanter. Das ist besonders relevant, wenn der PC für Onlinebanking, Behörden-Logins, Arbeit, Mail oder Zahlungen verwendet wird.

Ja, aber laden Sie die Windows‑10‑ISO ausschließlich von Microsofts offizieller Downloadseite. Meiden Sie ISO‑Dateien von Drittanbietern, da sie alt, verändert oder unsicher sein können.

Sie können vorübergehend mit Windows 10 weiterarbeiten, wenn Sie Sicherheitsupdates erhalten, oder Linux Mint als Alternative erwägen. Für wichtige Logins und Zahlungen kann jedoch ein neuer Windows‑11‑PC die beste Lösung sein.

Linux Mint ist eine sehr gute Option für ältere PCs, die hauptsächlich für Browser, Mail, Streaming und Dokumente genutzt werden. Voraussetzung ist, dass Sie nicht auf bestimmte Windows‑Programme angewiesen sind.

Martin Jørgensen

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