Twelve Minutes 1.0

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12 Minutes (oder Tolv Minutter, wie das Spiel auf Dänisch heißt) ist ein narratives Erlebnis – eine Geschichte, die im Medium Videospiel erzählt wird. Das Spiel beginnt in der Egoperspektive: Der männliche Protagonist, den du spielst, betrachtet sich in der metallischen Spiegelung der Aufzugstür, in der er steht.

Dann tritt er hinaus und die Kamera wechselt in die Vogelperspektive, die von oben auf den Mann blickt. Du schließt die Tür zu deiner Wohnung auf und bekommst einen Kuss von deiner Freundin, die das Essen für euch vorbereitet hat.

Was ihr noch nicht wisst: Innerhalb von 12 Minuten wirst du tot sein – erdrosselt von einem mysteriösen Polizisten, der an die Tür geklopft hat. Im Moment, in dem sich deine Augen schließen, öffnen sie sich wieder; deine Freundin kommt aus dem Badezimmer und küsst dich; das Essen ist fertig – und gleich klopft es wieder an der Tür.

Eine Geschichte, die sich wiederholt – im Guten wie im Schlechten

Die Geschichte an sich ist nicht gerade bahnbrechend – tatsächlich erinnert die Handlung stark an den bekannten Film Groundhog Day (auf Deutsch: ‘Und täglich grüßt das Murmeltier’), in dem ein Journalist ebenfalls immer wieder am selben Tag aufwacht.

Wie oben bereits angedeutet, ist dies die Grundprämisse des Spiels.

Als Point-and-Click-Adventure getarnt bekommst du hier einen Thriller, der mit deinen Gefühlen spielt und dich alles infrage stellen lässt – innerhalb und außerhalb des Spiels.

 

Lerne aus deinen Fehlern – oder stirb erneut

Nachdem du die Zeitsequenz einmal durchlaufen hast, lernst du mehr darüber, wie die Geschichte zusammenhängt – außerdem kannst du in der Wohnung Spuren finden, die du aufheben und über das Click-and-Drag-Interface einsetzen kannst.

Ein kleiner Tipp von uns: Behalte die Bilder in der Wohnung im Auge, denn sie symbolisieren einige der Veränderungen, die die Geschichte im Verlauf nimmt.

Das Spiel hat einige harte Rezensionen erhalten – möglicherweise, weil viele dem Hype erlegen sind, ohne sich die Zeit zu nehmen, die psychologische Bedrohung und den Umbruch, den das Spiel bietet, wirklich auf sich wirken zu lassen.

Wiederholung führt schnell zu Frust

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Wiederholung. Sie ist natürlich ein zentraler Bestandteil und macht das Spiel zugleich besonders. Aber wenn du deine Zeit nicht effizient nutzt, sitzt du schnell im selben Loop fest – immer und immer wieder. Auf Dauer kann das frustrierend werden.

Am Ende geht es darum, alle gewonnenen Informationen zu bündeln und sie richtig einzusetzen, um zu einem stimmigen, endgültigen Ergebnis zu gelangen.

 

Fantastische Sprecher, unheimliche Perspektive und solide Grafik

Trotz der repetitiven Natur gibt es Elemente, die selbst dann überraschen, wenn du sie mehrfach erlebst.

Eines davon sind die Stimmen der Hauptfiguren. Auf der Website des Spiels sind sie einigen der ganz großen aktuellen Hollywoodstars zugeschrieben: "James McAvoy, Daisy Ridley and Willem Dafoe", heißt es dort.

James McAvoy ist unter anderem aus Filmen wie X-Men bekannt, in denen er den jungen Professor Charles Xavier spielt, sowie aus dem populären Thriller ‘Split’ und dem Nachfolger ‘Glass’, in denen er einen Mann mit multiplen Persönlichkeiten verkörpert – unter anderem ein Kind und die ruhige ältere Frau Patricia.

Daisy Ridley ist derzeit vor allem für ihre Rolle als Rey in den modernen Star-Wars-Filmen bekannt, für die sie viel Lob erhalten hat.

Willem Dafoe ist ein Name mit großem Gewicht in Hollywood, da er in vielen populären Filmen mitgespielt hat. Die meisten werden ihn wohl als Spider-Man-Gegner Green Goblin aus der Version von 2002 mit Tobey Maguire in der Titelrolle wiedererkennen.

Dank der intensiven Schauspielerfahrung dieser Personen fließen viele Emotionen und viel Handwerk in ihre Stimmarbeit ein. Trotz der abstrakten Prämisse und des mitunter schlichten grafischen Erscheinungsbildes (zumal es wenig Ortswechsel gibt) runden die Stimmen die Geschichte wirklich ab – und verkaufen sie als das Erlebnis, das sie in Wahrheit ist.

 

Viel Spiel fürs Geld – aber ist es das wert?

Das Spiel ist ein wirklich spezielles Erlebnis – mit einigen Momenten, in denen alles, was du über die Situation zu wissen glaubst, komplett auf den Kopf gestellt wird. Für viele sind sich wiederholende Spiele ein No-Go, weil sie schnell langweilig wirken können.

In 12 Minutes kannst du jedoch einen Großteil relativ zügig bewältigen, wenn du zuhörst und besonnen vorgehst. Je hektischer du das Spiel machst, desto mehr Fehler wirst du höchstwahrscheinlich begehen. Und desto öfter beginnt dein Tag von vorn.

Wenn du über die Loops hinwegsehen kannst, in denen du nichts Neues lernst, und das Spiel stattdessen als psychologischen Thriller – fast wie einen Film – betrachtest, kannst du mit Twelve Minutes äußerst spannende Erlebnisse haben.

Ähnliche Spiele

Wenn du nicht genug von Spielen bekommst, die mit Zeit spielen und Wiederholungen als Spielelement nutzen, haben wir genau das Richtige für dich. Deathloop ist ein Spiel, das im Herbst 2021 veröffentlicht wurde und mit seinem integrierten Todes-Loop ein ganz besonderes Gameplay-Erlebnis bot.

Während du in Twelve Minutes taktisch klug vorgehen musst, weil deine Verteidigungsmöglichkeiten begrenzt sind, kannst du in Deathloop sozusagen zurückschlagen – mit allen Mitteln, die du dir vorstellen kannst. Du bekommst zahlreiche Schusswaffen und sogar magische Kräfte, mit denen du die Gegner auf der Insel bekämpfst, die alle versuchen, dich zu töten: immer und immer wieder.

 

Fazit

Insgesamt ist das Spiel ein starkes Erlebnis mit einer sehr merkwürdigen Geschichte, deren Fäden sich erst ganz am Ende entwirren.

Die Grafik ist überraschend schön, wirkt durch die Vogelperspektive stellenweise jedoch schlicht. Technisch läuft das Spiel von Anfang bis Ende rund.

Trotz der repetitiven Natur merkt man die Liebe zum Detail – insbesondere, wenn man den Sprecherleistungen lauscht. In dieser Disziplin wurde nicht gespart.

Verlass dich nicht nur auf Hype oder negative Kritiken; nimm beides zusammen und finde heraus, ob dieses unheimliche, mysteriöse Spiel etwas für dich sein könnte.

Wir hatten jedenfalls Spaß daran, das Mordrätsel des Spiels zu lösen.

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Martin Jørgensen

Ich erstelle Software-Inhalte und Windows-Anleitungen für DeutscheDownloads.de – mit Fokus auf aktuelle Empfehlungen und leicht verständliche Erklärungen. Mein Ziel ist es, die passende Software schnell und sicher zu finden.

Bewertung des Testers sowie Vor- und Nachteile und Nutzerbewertung

Vorteile
  • Tolle Grafik
  • Fesselnde Geschichte
  • Fantastischer Sound und Musik
  • Schockierend
Nachteile
  • Eintönig

Bewertung der Nutzer