RogueKiller (auch bekannt als Adlice Protect) – der Malware-Jäger, den wir selbst als Ergänzung nutzen
Wir haben RogueKiller auf einem ganz normalen Windows-11-PC ausgeführt, und bereits nach einem blitzschnellen Pre-Scan fand das Programm zwei verdächtige Autostart-Einträge, auf die Windows Defender nicht reagiert hatte. Das hat uns etwas überrascht, denn Defender ist bei klassischen Autorun-Bedrohungen normalerweise recht gut. Hier zeigte RogueKiller seine Stärke: Es spürt die kleinen, versteckten Details auf – oft in der Registrierungsdatenbank oder in den System-Startobjekten –, also genau dort, wo sich viel Malware versteckt, um automatisch mit Windows zu starten.
In der Praxis bedeutet das, dass RogueKiller Infektionen erkennen kann, die man im Alltag leicht übersieht, weil der Computer scheinbar normal läuft. Während des Tests sahen wir, dass die gefundenen Einträge einige Hintergrundprozesse verändert hatten, die potenziell dazu genutzt werden konnten, weitere Schadsoftware herunterzuladen. Genau diese Fähigkeit, in den technischen Ecken des Systems zu schnüffeln, macht RogueKiller zu einer starken Ergänzung – besonders, wenn man den Verdacht hat, dass etwas „komisch“ ist, obwohl das Antivirus meldet, alles sei in Ordnung.
So funktioniert der Scan in RogueKiller

Beim Start führt das Programm zunächst einen Pre-Scan aus – der dauert weniger als eine Minute und liefert schnell einen Überblick. Anschließend kannst du einen vollständigen Scan wählen, der deutlich tiefer geht. Am Ende erhältst du eine Logdatei, die gespeichert werden kann. Wir haben die Logdatei testweise in ein Forum gestellt, und mehrere wiesen darauf hin, dass RogueKiller häufig Infektionen entdeckt, die sonst nur Spezialwerkzeuge aufspüren.
Es kann unter anderem finden:
💻 Rootkits und versteckte Prozesse
🛡️ Spyware, Adware und PUPs
🔑 Manipulierte Registry und MBR
🌐 Veränderte DNS- und HOSTS-Einträge
📂 Infizierte DLLs
In unserem Test konnten wir außerdem einige Verknüpfungen wiederherstellen, die eine Fake-HDD-Malware versteckt hatte. Nicht alle Scanner bieten solche „Reparaturfunktionen“.
RogueKillers Benutzeroberfläche und Nutzererlebnis
RogueKiller versucht nicht, besonders „smart“ zu wirken. Es gibt keine riesigen Schaltflächen oder grellen Farben – dafür ist alles einfach und klar. Wir konnten Scans starten, ohne in Menüs zu suchen, und das ist am Ende das Wichtigste.
Erwähnenswert ist auch, dass das Programm auf nahezu allen Windows-Versionen läuft – von XP bis Windows 11. Wir haben es zudem auf einem älteren Windows-7-Rechner ausprobiert; selbst dort war es gut nutzbar, wenn auch etwas langsamer beim vollständigen Scan.
Reicht RogueKiller allein aus?
Ehrlich gesagt: nein. RogueKiller ist großartig darin, den Schädlingen auf die Spur zu kommen, aber einige Infektionen erforderten in unserem Test ein zusätzliches Tool, um sie vollständig zu entfernen. Wir nutzten Malwarebytes als Ergänzung – diese Kombination funktionierte gut. RogueKiller selbst empfiehlt übrigens das Schwesterprogramm Adlice AntiMalware für die Bereinigung.
Top 5 Tipps zu RogueKiller
Ja, RogueKiller kann kostenlos heruntergeladen und verwendet werden. Es gibt auch eine Premium-Version, aber die Gratis-Version reicht aus, um Malware zu finden und Logdateien zu erstellen.
Nein, das Programm eignet sich vor allem zum Aufspüren versteckter Infektionen. Häufig braucht man ein zusätzliches Tool wie Malwarebytes oder Adlice AntiMalware, um die Bedrohungen vollständig zu entfernen.
Ja, wir haben es selbst unter Windows 11, wo es problemlos lief, getestet. Es funktioniert außerdem auf älteren Versionen wie Windows 7, 8 und 10.
Ja, RogueKiller kann problemlos neben deinem üblichen Antivirus laufen. Wir empfehlen die Kombination sogar für besseren Schutz.
Schließe andere Programme, führe einen vollständigen Scan als Administrator aus und speichere die Logdatei immer ab. So erzielst du die besten Ergebnisse und kannst bei Bedarf leicht Hilfe einholen.



