Cities in Motion ist weiterhin einer der besten Verkehrssimulatoren
Cities in Motion ist eine detaillierte Transport- und Management-Simulation, in der du ein öffentliches Verkehrsnetz in europäischen Metropolen wie Wien, Helsinki, Berlin und Amsterdam aufbaust und betreibst.
Das Spiel wurde von Colossal Order entwickelt und von Paradox Interactive veröffentlicht, und der Fokus liegt klar auf Planung statt Action. Hier geht es nicht darum, die schönste Stadt zu bauen, sondern darum, Menschen aus Wohngebieten zu Arbeit, Freizeit und Shopping zu bringen – ohne dass dein Unternehmen bankrottgeht.
Wir haben Cities in Motion auf einem Windows‑11‑PC über Steam getestet, und obwohl das Spiel sichtbar schon einige Jahre auf dem Buckel hat, funktioniert die Grundidee immer noch überraschend gut. Sobald die ersten Buslinien eingerichtet sind, die Straßenbahnen fahren und die Fahrgäste die Haltestellen langsam füllen, stellt sich schnell dieses klassische „nur noch eine Linie“-Gefühl ein.
Von 1920 bis 2020 mit Bussen, U‑Bahn und Straßenbahnen

Cities in Motion lässt dich den öffentlichen Nahverkehr über einen langen Zeitraum von 1920 bis 2020 steuern. Das bedeutet, dass sich sowohl die Bedürfnisse der Städte als auch die verfügbaren Verkehrsmittel im Verlauf verändern. Laut Paradox kannst du aus mehr als 30 unterschiedlichen Fahrzeugen wählen – Busse, Straßenbahnen, U‑Bahn, Wasserbusse und Hubschrauber.
Das klingt vielleicht simpel, aber genau das Gleichgewicht aus Wirtschaft, Kapazität und Routenplanung macht das Spiel spannend. Eine Buslinie ist günstig in der Einrichtung, doch wenn der Verkehr im Zentrum stockt, werden deine Fahrgäste schnell unzufrieden. Die U‑Bahn ist teurer, transportiert aber sehr viele Menschen effizient quer durch die Stadt. Straßenbahnen liegen irgendwo dazwischen und sind oft eine gute Lösung auf stark frequentierten Abschnitten.
Es ist ausgesprochen befriedigend, eine selbst geplante Linie nach und nach funktionieren zu sehen. Umgekehrt merkt man auch sehr deutlich, wenn man eine schlechte Strecke gebaut hat. In unserem Test entstanden schnell ein paar Haltestellen mit viel zu vielen wartenden Fahrgästen, weil wir den Bedarf zwischen Wohnvierteln und Arbeitsgebieten unterschätzt hatten.
Ein Spiel für alle, die Planung statt Chaos lieben
Cities in Motion ist kein Spiel, in dem ständig etwas auf dem Bildschirm explodiert oder alle fünf Sekunden eine Belohnung aufpoppt. Es ist eine geduldigere Management-Simulation, in der du die Stadt analysierst, Fahrgastströme verstehst und dein Netz kontinuierlich justierst.
In mancher Hinsicht erinnert es an den Teil von Cities: Skylines, in dem man an Buslinien, U‑Bahn-Stationen und dem Verkehrsfluss tüftelt. Der Unterschied ist, dass Cities in Motion genau den Verkehrsteil zum Mittelpunkt des gesamten Spiels macht. Das ist eine Stärke, wenn du diese Art Gameplay liebst, kann aber auch etwas trocken wirken, wenn du eine breite Städtebausimulation mit Zonen, Industrie, Budgets und großer Politik erwartest.
Grafisch ist Cities in Motion für sein Alter ordentlich, doch das Visuelle trägt die Erfahrung nicht. Die Städte sind übersichtlich, der Verkehr ist gut ablesbar, und die Benutzeroberfläche ist brauchbar – allerdings fühlt es sich nicht wie ein modernes Spiel aus dem Jahr 2026 an.
Cities in Motion Collection ergibt heute am meisten Sinn

Wenn du Cities in Motion heute spielen möchtest, ergibt die Cities in Motion Collection oft am meisten Sinn, weil sie das Grundspiel mit mehreren Erweiterungen bündelt. Im GOG‑Store ist unter anderem ersichtlich, dass die Collection‑Edition Erweiterungen wie German Cities, London, Paris, Tokyo, US Cities und mehrere Design‑Pakete enthält.
Das ist erwähnenswert, weil sich das Grundspiel nach einigen Stunden sonst etwas begrenzt anfühlen kann. Die zusätzlichen Städte und Fahrzeuge bringen mehr Abwechslung und machen das Spiel deutlich interessanter – vor allem, wenn du mit anderen Stadtlayouts als den vier ursprünglichen europäischen Städten arbeiten willst.
Auch die Steam‑Seite zeigt, dass es weiterhin einen aktiven Store mit DLC‑Inhalten gibt. Damit ist der Download deutlich vertretbarer als bei vielen alten Spielen, die nur über inoffizielle Archivseiten erhältlich sind.
Für wen lohnt sich der Download von Cities in Motion?
Cities in Motion eignet sich am besten für dich, wenn du Strategie, Simulation und Verkehrsplanung magst. Es ist perfekt, wenn dir Verkehr und öffentlicher Nahverkehr in Städtebauspielen besonders wichtig sind.
Besonders interessant für:
🚍 Für dich, wenn du Buslinien, U‑Bahn-Stationen und effizienten Stadtverkehr liebst
🚋 Für dich, wenn du eine fokussiertere Alternative zu Cities: Skylines spielen möchtest
🚇 Für dich, wenn du langsame Management-Spiele mit Wirtschaft und Planung magst
🛥️ Für dich, wenn du mehrere Verkehrsmittel in einer Stadt steuern willst
🏙️ Für dich, wenn du ein älteres, aber immer noch charmantes Paradox-Spiel spielen möchtest
Kein gutes Match, wenn du moderne Grafik, schnelle Action oder eine komplette Städtesimulation mit allem von Industrie bis Steuerpolitik suchst.
Top 5 Tipps für Cities in Motion
Starte mit Bussen, bevor du teure U‑Bahn-Strecken baust
Vermeide zu lange Linien quer durch die ganze Stadt
Behalte Haltestellen mit Warteschlangen im Blick
Setze die U‑Bahn auf stark ausgelasteten Verbindungen ein
Denke in Umstiegen zwischen Verkehrsmitteln
Ein älteres Spiel mit einer immer noch starken Idee
Cities in Motion ist technisch nicht mehr beeindruckend, hat aber weiterhin eine klare Idee: öffentlicher Verkehr als Kern des gesamten Spiels. Das macht es enger gefasst als viele moderne City-Builder, aber auch fokussierter.
Wenn du gerne Routen optimierst, Verkehrsprobleme löst und ein Transportunternehmen profitabel führst, ist Cities in Motion weiterhin einen Versuch wert. Vor allem die Collection‑Edition liefert genug Inhalt, damit es sich nicht nur wie eine alte Kuriosität anfühlt.



