Das Zelda‑Abenteuer, das sich noch immer größer anfühlt als die meisten neuen Spiele
The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist ein Open-World-Action-Adventure von Nintendo, in dem du als Link in einem zerstörten Hyrule erwachst und dir deinen Weg durch Berge, Ruinen, Gegner, Tempel und viele kleine Momente reiner Entdeckerfreude selbst bahnst.
Wir haben Zelda Breath of the Wild auf Nintendo Switch getestet, und es ist weiterhin eines dieser Spiele, bei denen man schnell vergisst, was man eigentlich vorhatte. Man sieht einen Turm am Horizont, klettert eine Felswand hinauf, gerät in ein Gewitter, die Waffen gehen aus, man kocht zufällig ein Gericht über dem Lagerfeuer – und plötzlich ist eine Stunde vergangen. Genau diese Freiheit macht Breath of the Wild auch Jahre nach der Veröffentlichung so stark.
Eine offene Welt, in der sich Neugier fast immer auszahlt

Breath of the Wild bricht mit der klassischen Zelda‑Formel. Statt dich durch eine straffe Abfolge von Dungeons zu schicken, eröffnet es dir eine riesige Welt, in der du dein Tempo selbst bestimmst. Du kannst der Haupthandlung folgen, Schreine suchen, Krog‑Samen finden, bessere Ausrüstung sammeln, Pferde zähmen oder einfach umherwandern, um zu sehen, was sich hinter dem nächsten Hügel verbirgt.
Das klingt vielleicht simpel, ist aber die größte Stärke des Spiels. Hyrule wirkt nicht wie eine Karte voller abzuarbeitender Symbole. Es fühlt sich wie ein Ort an, den man aus reiner Neugier erkundet. In unserem Test kamen wir mehrmals vom eigentlichen Ziel ab, weil ein mysteriöses Licht, ein feindliches Lager oder eine ungewöhnliche Felsformation spannender wirkte.
Gameplay mit Physik, Freiheit und kleinen genialen Lösungen
Zelda Breath of the Wild gibt dir viele Systeme an die Hand, aber kaum feste Antworten. Du kannst Bäume fällen und als Brücken nutzen. Du kannst Gras anzünden und den Aufwind verwenden, um mit dem Parasegel zu entkommen. Du kannst Felsbrocken ins Rollen bringen, dich nachts anschleichen oder versuchen, einen Kampf zu schaffen, für den du eigentlich noch nicht stark genug bist.
Die Waffen zerbrechen – ein Punkt, der die Spielerschaft spaltet. Manche lieben es, weil es zum Improvisieren zwingt. Andere finden es frustrierend, besonders wenn ein gutes Schwert mitten im Gefecht bricht. Wir liegen irgendwo dazwischen: Das System sorgt für Kante und Abwechslung, kann sich zu Beginn aber auch unnötig strafend anfühlen.
Zelda Breath of the Wild auf Nintendo Switch und Switch 2
Das Spiel ist eng mit der Nintendo Switch verbunden und funktioniert auch heute noch hervorragend im Handheld‑Modus. Es passt perfekt für Sofa, Zugfahrt oder einen ruhigen Sonntagvormittag, an dem man einfach ein wenig erkunden möchte, ohne in eine schwere Multiplayer‑Session einzusteigen.
Nintendo hat außerdem eine Nintendo Switch 2 Edition veröffentlicht, die technische Verbesserungen wie schnellere Ladezeiten, flüssigere Performance, höhere Auflösung und HDR‑Unterstützung bringt. Am Spiel selbst ändert sich dadurch nichts Grundlegendes, aber die Erfahrung wirkt moderner – besonders für Spieler, die Hyrule auf neuerer Hardware erneut besuchen möchten.
Die Geschichte ist schlicht, aber die Atmosphäre bleibt
Die Erzählung in Breath of the Wild ist nicht dialoglastig und kommt ohne lange Zwischensequenzen aus. Link erwacht nach langem Schlaf, Hyrule ist gefallen, und Verheerung Ganon bedroht das Land weiterhin. Vieles wird über Erinnerungen, Ruinen, Landschaften und kleine Begegnungen mit Menschen erzählt, die im Schatten der Katastrophe leben.
Das verleiht dem Spiel einen leicht melancholischen Ton. Hyrule ist schön, aber auch verwüstet. Oft hat man das Gefühl, durch die Überreste von etwas Großem zu wandern. Das passt überraschend gut zur ruhigen Erkundung, bei der man häufig einfach innehält und über die Landschaft blickt.
Grafik und Sound: technisch nicht das Spektakulärste, aber künstlerisch stark

Breath of the Wild beeindruckt nicht wie ein neues fotorealistisches PC‑Spiel. Stattdessen setzt es auf einen zeitlosen Look. Farben, Licht, Animationen und Landschaften greifen so ineinander, dass Hyrule lebendig wirkt.
Auch die Musik ist zurückhaltender als in vielen anderen Abenteuerspielen. Statt ständigem Orchesterbombast hörst du kleine Klaviermotive, Naturgeräusche, Wind, Regen und dezente Melodien. Das wirkt anfangs fast leer, fühlt sich nach kurzer Zeit aber genau richtig an. Das Spiel lässt Raum für Ruhe.
Für wen lohnt sich der Download oder Kauf von Zelda Breath of the Wild?
Zelda Breath of the Wild ist ideal für alle, die offene Welten, Abenteuer, Erkundung und Spiele mögen, in denen du viele der besten Momente selbst erschaffst. Es ist kein Spiel, das dich ständig an die Hand nimmt – und genau das ist Teil seines Charmes.
Wenn du lieber lineare Missionen, klare Markierungen und dauerhafte Action willst, könnte dir das Tempo etwas lose vorkommen. Magst du hingegen Experimente, dich zu verlaufen und Dinge auf eigene Faust zu entdecken, ist Breath of the Wild noch immer eines der besten Spiele auf Nintendo Switch.
Top 5 Tipps für Zelda Breath of the Wild
1Erst hochklettern, dann die Route wählen
Suche früh hohe Punkte wie Türme und Gipfel. Breath of the Wild wird viel übersichtlicher, wenn du Schreine, Ställe und spannende Orte selbst am Horizont entdeckst.
2Vor schweren Gebieten kochen
Kochen ist keine Spielerei. Gerichte mit Kälteschutz, zusätzlichen Herzen oder Ausdauer entscheiden oft zwischen einer gelungenen Tour und dem schnellen Rückzug vom Berg.
3Gute Waffen nicht ewig aufsparen
Waffen zerbrechen – also nutze sie. Auch wir brauchten zu lange, um das zu akzeptieren. Mit Improvisation macht das Spiel deutlich mehr Spaß, als das beste Schwert ewig zu hüten.
4Früh in Ausdauer investieren
Mehr Herzen sind gut, doch zusätzliche Ausdauer verbessert die Erkundung spürbar. Du kletterst länger, schwimmst sicherer und erreichst Orte, die sonst knapp außer Reichweite liegen.
5Mit Leuten in Ställen und Dörfern reden
Ställe und Dörfer sind mehr als Pausenorte. Hier bekommst du Hinweise, Nebenaufgaben, Gerüchte und kleine Geschichten, die dich zu einigen der besten Funde des Spiels führen.



