Das Startmenü von Pandemonium! mit den beiden Hauptfiguren Nikki und Fargus zu beiden Seiten des Spiel-Logos sowie den Menüpunkten New Game, Password und Options.

Pandemonium! für PC ist ein Retro-Plattformspiel mit viel Persönlichkeit

Pandemonium! ist ein farbenfrohes Plattformspiel von 1996, in dem du als Nikki oder Fargus auf der Suche nach der Wishing Engine spielst, nachdem eine magische Katastrophe ihre Heimatstadt zerstört hat. Das Spiel erschien unter anderem für Windows, und selbst heute hat es einen besonderen Platz bei Fans klassischer 90er-Platformer.

Als wir Pandemonium! mit heutigen Retro-Augen getestet haben, fiel vor allem auf, wie viel eigenes Profil das Spiel hat. Es ist nicht einfach nur „noch ein alter Platformer“. Es trägt diese leicht schräge Crystal-Dynamics-/Toys-for-Bob-Energie: alberne Figuren, eine skurrile Welt und Level, die dich ständig überraschen wollen.

Darum hebt sich Pandemonium! von anderen alten Plattformspielen ab

Nikki og Fargus fra Pandemonium! står foran en stor træport i et mørkt slotmiljø i en tidlig 3D-cutscene fra spillet.
Nikki und Fargus in einer stimmungsvollen Cutscene aus Pandemonium! während unseres Tests des klassischen Fantasy-Spiels für PC.

Das Interessanteste an Pandemonium! ist, dass es sich nicht wie ein klassischer flacher 2D-Platformer spielt, obwohl die Steuerung in der Praxis recht simpel ist. Das Spiel setzt auf einen 2,5D-Aufbau, bei dem sich die Level in einer dreidimensionalen Welt winden und biegen. Das sorgt für ein anderes Gefühl als viele zeitgleiche Plattformspiele und erklärt, warum sich Pandemonium! heute noch besonders anfühlt.

Du wählst von Level zu Level zwischen Nikki und Fargus. Nikki beherrscht den Doppelsprung, während Fargus einen wirbelnden Spezialangriff hat. Das klingt nach einem kleinen Unterschied, führt in der Praxis aber dazu, dass man Level gern auf verschiedene Arten ausprobiert.

Hervorzuheben ist auch, dass das Spiel in der PC-Version 18 Level bietet. Das ist nach heutigen Maßstäben nicht enorm, reicht aber, damit es sich wie ein richtiges Abenteuer anfühlt – und nicht nur wie eine schnelle Tech-Demo der 90er.

Gameplay in Pandemonium! unter Windows

Gameplay-billede fra Pandemonium! hvor en figur springer mellem stentårne og broer i et farverigt fantasy-slot med bjerge i baggrunden.
Einer der klassischen Plattform-Abschnitte in Pandemonium!, in dem wir in unserem Test zwischen Türmen, Brücken und schmalen Passagen im märchenhaften Schloss-Setting sprangen.

Das Gameplay ist leicht verständlich, bietet aber genügend Abwechslung, damit es nicht zur Autopilot-Nummer wird. Du springst auf Gegner, sammelst Power-ups und navigierst durch seltsame, fantasievolle Umgebungen. Freeze Ray und Shrink Ray sind zwei Power-ups, die die Kämpfe spaßiger machen als in vielen anderen Plattformspielen derselben Zeit.

Im Test gefiel uns vor allem das Leveldesign. Pandemonium! hat den klassischen „noch-ein-Level“-Effekt, weil es ständig zwischen neuen visuellen Ideen, kleinen Gimmicks und Passagen wechselt, in denen die Tiefe des Levels mit der Perspektive spielt. Es ist leicht zu verstehen, doch manche Sprünge und Gegnerplatzierungen fordern dich genug, dass sich das Weiterkommen richtig gut anfühlt.

Auch die Steuerung ist geradlinig, was dem Spiel gutsteht. Das ist kein Retrospiel, mit dem du erst eine Stunde kämpfen musst, nur um es zu lernen. Es geht schnell los – ein Vorteil, wenn man es sowohl nostalgischen Erwachsenen als auch jüngeren Spielerinnen und Spielern empfehlen will, die direktere Controls gewohnt sind.

Die Geschichte ist albern – und genau das macht den Charme aus

Mørkt gameplay-billede fra Pandemonium! hvor Nikki falder mellem lilla platforme i en dyster bane med klassisk 90’er-grafik.
Ein anspruchsvollerer Level in Pandemonium!, bei dem wir in unserem Test einen der dunkleren, präzisionslastigeren Plattform-Abschnitte erwischt haben.

Pandemonium! nimmt sich nicht allzu ernst – und genau das ist eine seiner Stärken. Nikki und Fargus geraten in Schwierigkeiten, weil sie mit Magie experimentieren, die sie nicht beherrschen, und machen sich anschließend auf den Weg zur Wishing Engine, um den Schaden rückgängig zu machen. Die Geschichte ist leicht zugänglich und zugleich eigenwillig genug, dass die Figuren im Gedächtnis bleiben.

Vor allem Fargus verleiht dem Spiel Persönlichkeit. Solche Figuren können in alten Spielen schnell anstrengend werden, hier trifft es jedoch oft den richtigen 90er-Ton: ein bisschen großspurig, ein bisschen cartoonhaft und sehr charmant.

Grafik, Sound und die klassische 90er-Stimmung

Gameplay-billede fra Pandemonium! hvor Nikki springer over en smal træbro højt over afgrunden i en lys og luftig bane.
Pandemonium! bietet auch offenere Levels; hier testeten wir einen der klassischen Sprünge über morsche Brücken und gefährliche Abgründe.

Grafisch ist Pandemonium! natürlich ein Kind seiner Zeit. Die Polygone sind kantig, die Animationen altmodisch – und man lädt es heute nicht wegen technischer Finesse herunter. Gerade für Retro-Fans ist das aber Teil der Erfahrung. Das Spiel hat eine sehr klare visuelle Identität, und die zählt hier mehr als pure Grafikpower.

Uns blieb vor allem das Gefühl, dass Pandemonium! an jene Phase erinnert, in der Entwickler wild mit dem Übergang von 2D zu 3D experimentierten. Es ist nicht so poliert wie die größten Klassiker des Genres, traut sich aber mehr, als man vermuten würde.

Für wen lohnt sich der Download von Pandemonium! heute?

Pandemonium! ergibt vor allem für drei Spielertypen Sinn:

Zuallererst für alle, die mit Windows-Spielen, PlayStation oder Saturn aufgewachsen sind und eine etwas unterschätzte Plattformklassiker neu erleben möchten. Außerdem passt es gut zu Retro-Fans, die die naheliegenden Titel bereits hinter sich haben und etwas mit mehr Eigenheit suchen. Schließlich ist es auch eine gute Wahl für alle, die einfach ein altes Plattformspiel ausprobieren wollen, das noch immer Tempo, Humor und Abwechslung bietet.

Nicht unbedingt für jeden: Wenn du Retrospiele nur magst, wenn sie sich heute noch völlig zeitlos anfühlen, wirkt Pandemonium! an manchen Stellen etwas steif. Kamera, Timing und die betagte Präsentation verraten das Alter.


Top 5 Tipps für Pandemonium!

1. Beginne mit Nikki – das ist der leichteste Einstieg

Nikkis Doppelsprung verzeiht viele Passagen, besonders wenn du dich erst an die Tiefe und Distanzabschätzung des Spiels gewöhnen musst.

2. Probiere Fargus in bereits bekannten Levels aus

Sobald du ein Level kennst, macht der Wechsel zu Fargus Spaß. Sein Angriff verändert den Rhythmus und macht das erneute Durchspielen interessanter.

3. Hetze nicht durch die ersten Levels

Pandemonium! wirkt anfangs simpel, doch einige Levels verbergen früh fiese Timingfallen. Nimm dir ein paar ruhige Versuche.

4. Nutze Retro-Geduld statt moderner Frustration

Dieses Spiel stammt aus einer Zeit, in der man Levels durchs Spielen lernte. Manche Fehler wirken beim ersten Mal unfair, ergeben beim zweiten Versuch aber Sinn.

5. Spiele es für die Stimmung – nicht nur für Perfektion

Pandemonium! funktioniert am besten, wenn du es als schräges und kreatives 90er-Spiel akzeptierst. Jagst du nur perfekten Mechanics nach, verpasst du einen Teil des Charmes.

 

 

 

 

 

 

Martin Jørgensen

Ich erstelle Software-Inhalte und Windows-Anleitungen für DeutscheDownloads.de – mit Fokus auf aktuelle Empfehlungen und leicht verständliche Erklärungen. Mein Ziel ist es, die passende Software schnell und sicher zu finden.

Bewertung des Testers sowie Vor- und Nachteile und Nutzerbewertung

Pandemonium! reicht nicht ganz an die größten Plattform-Klassiker heran, bietet aber jede Menge Charme, ausgeprägtes 90er-Jahre-Flair und genug Abwechslung, um auch heute noch spielenswert zu sein.


Vorteile

✅ Eigenwilliges 2,5D-Design, das sich noch immer anders anfühlt
✅ Zwei spielbare Figuren mit jeweils eigenen Stärken
✅ Farbenfrohe und humorvolle Präsentation
✅ 18 Levels sorgen für ordentliche Spielzeit für ein Retrospiel
✅ Heute noch legal auf dem PC erhältlich

Nachteile

❌ Steuerung und Timing wirken etwas altmodisch
❌ Nicht alle Levels sind gleich denkwürdig
❌ Die Grafik ist vor allem für alle, die den Retro-Look bereits mögen
❌ Weniger bekannt als die ganz großen Klassiker des Genres

Bewertung der Nutzer