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Torchlight

Torchlight-Gameplay mit Charakterwerten, Inventar-Menü und Haustier in der Stadt während unseres Tests.

Torchlight macht die Loot-Jagd einfach, schnell und überraschend süchtig

Torchlight ist ein farbenfrohes Action-RPG, in dem du dunkle Minen erkundest, Horden von Monstern bekämpfst und Waffen, Rüstungen sowie magische Gegenstände in einem Tempo sammelst, das aus „nur noch ein Dungeon“ schnell „noch eine Stunde“ macht.

Das Spiel spielt in der Stadt Torchlight, wo die Entdeckung der magischen Ressource Ember Abenteurer, Händler und gefährliche Mächte anzieht. Unter der Stadt warten zufallsgenerierte Dungeons voller Gegner, Fallen, Schätze und kleiner Überraschungen. Es ist klassisches Hack’n’Slash mit klaren Diablo-Einflüssen, doch Torchlight setzt auf einen leichteren, abenteuerlicheren Stil.

Wir haben Torchlight auf einem Windows-11-PC getestet – und auch wenn das Spiel schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist genau das ein Teil seines Charmes. Es startet schnell, läuft leichtfüßig und fühlt sich immer noch angenehm reaktionsschnell an, besonders wenn du ein Action-RPG ohne Online-Pflicht, komplizierte Seasons und endlose Live-Service-Menüs suchst.

Hack’n’Slash für alle, die Diablo lieben

In unserem Torchlight-Test nutzten wir das Werte-Menü, um Stärke, Verteidigung und magische Fähigkeiten der Figur zu feinjustieren, während das Haustier bereitstand, bei Loot und Kampf zu helfen.

Torchlight trifft besonders dann ins Schwarze, wenn du Spiele wie Diablo, Titan Quest oder Path of Exile magst, dir aber etwas Überschaubareres wünschst. Du klickst dich durch Gegner, sammelst Loot, verbesserst deinen Charakter und kehrst in die Stadt zurück, um zu verkaufen, aufzurüsten und den nächsten Abstieg vorzubereiten.

Es gibt drei spielbare Klassen:

Destroyer ist der schwere Nahkämpfer, der sich mit Waffen und roher Kraft durch Gegnerreihen prügelt.

Alchemist nutzt Magie, Zauber und kleine Helfer, um das Schlachtfeld zu kontrollieren.

Vanquisher ist die flinke Fernkämpferin, besonders gut, wenn du Pistolen, Fallen und eine taktischere Positionierung magst.

Es ist nicht das komplexeste Klassensystem des Genres, aber leicht zu verstehen und abwechslungsreich genug, um Lust auf einen Neustart mit einer anderen Figur zu machen.

Loot, Haustiere und zufallsgenerierte Dungeons

Das Beste an Torchlight ist der Spielfluss. Du steigst in einen Dungeon hinab, findest neue Waffen, probierst sie aus, stellst fest, dass ein anderes Item bessere Boni hat – und ehe du dich versiehst, optimierst du deinen Charakter, ohne es groß geplant zu haben.

Das Haustier ist eine der cleversten Funktionen. Du wählst Hund oder Katze, die im Kampf helfen und in die Stadt geschickt werden können, um Loot zu verkaufen. Klingt nach einer Kleinigkeit, macht das Spiel aber deutlich flüssiger, weil du dein Abenteuer nicht ständig für Inventarverwaltung unterbrechen musst.

Die Dungeons sind zufallsgeneriert, sodass sich die Levels nicht jedes Mal gleich anfühlen. Auf sehr lange Sicht merkt man jedoch Wiederholungen, vor allem bei Marathon-Sessions. Dafür eignet sich Torchlight hervorragend als „mal eben 30 Minuten“-Spiel.

Grafik und Atmosphäre halten besser als erwartet

Hier sieht man Torchlight in einer der frühen Minen, in denen Gegner schnell Gold, Tränke und kleine Loot-Drops liegen lassen.

Torchlight setzt nicht auf düsteren Realismus. Stattdessen bietet es einen comicartigen Fantasy-Stil mit klaren Farben, wuchtigen Waffen, gut erkennbaren Gegnern und einer warmen Abenteurer-Atmosphäre. Das lässt es deutlich besser altern als viele andere Action-RPGs aus derselben Zeit.

Auch die Musik verdient Lob. Der Soundtrack trägt eine melancholische Fantasy-Stimmung, die perfekt zu einer Stadt passt, die auf etwas Gefährlichem und Verbotenem erbaut wurde. Die Soundeffekte im Kampf sind simpel, aber befriedigend – Treffer, Magie und Loot-Drops fühlen sich belohnend an.

Eine gute Wahl für ältere oder leistungsschwächere PCs

Einer der großen Vorteile von Torchlight: Es braucht keinen teuren Gaming-PC. Es läuft leicht, startet schnell und eignet sich daher gut für Laptops, ältere Windows-Rechner oder Nutzer, die einfach nur et godt action-RPG wollen, ohne sich mit Grafikkarten, Treibern und hohen Systemanforderungen herumzuschlagen.

Im Test fühlte sich das Spiel mit Maus und Tastatur am stimmigsten an, und die Steuerung geht schnell in Fleisch und Blut über. Kamera und UI sind schlicht, aber übersichtlich, und es ist leicht zu erkennen, welche Gegner angreifen und welches Loot sich wirklich lohnt.


Top 5 Tipps zu Torchlight

Tip 1

Schicke dein Haustier häufig in die Stadt zurück

Dein Haustier kann Loot für dich verkaufen, während du im Dungeon weiterspielst. Das spart überraschend viel Zeit und macht das Spiel deutlich flüssiger.

Tip 2

Bewahre nicht jede Ausrüstung „für alle Fälle“ auf

Torchlight überschüttet dich mit Loot. Verkaufe, was du nicht nutzt, und fokussiere dich auf Items, die wirklich zu Klasse und Spielstil passen.

Tip 3

Wähle die Klasse nach deinem Tempo

Destroyer ist ideal für direkten Nahkampf, Alchemist für Magie und Beschwörungen, Vanquisher für Fernkampf und mehr Taktik.

Tip 4

Nutze Town Portals ohne schlechtes Gewissen

Kurz in die Stadt zu gehen, um zu verkaufen, Tränke zu kaufen und Ausrüstung zu justieren, lohnt sich. Das gehört zum Rhythmus des Spiels.

Tip 5

Experimentiere früh mit Builds

Die ersten Stunden sind perfekt, um Waffen, Skills und Boni auszuprobieren. Wenn der Stil passt, macht die Loot-Jagd noch mehr Spaß.

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