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Ruined King: A League of Legends Story 1.0

Ruined King: A League of Legends Story – Featurebild

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Ruined King ist ein rundenbasiertes, storygetriebenes RPG, das im League of Legends‑Universum von RIOT spielt. Das Spiel ist nicht kostenlos und wurde zur Überraschung aller Mitte November während eines Riot-Livestreams veröffentlicht, ohne dass dies zuvor angedeutet wurde. 

 

Die Unternehmen hinter Ruined King

Das Spiel wurde von Airship Syndicate entwickelt – was deutlich spürbar ist, denn Ruined King sieht aus und fühlt sich fast an wie eine Kopie von Airship Syndicates anderem Spiel, genannt Battle Chasers Nightwar. 

Veröffentlicht wurde es selbstverständlich von Riot Games (genauer gesagt von Riot Forge, einer Unterabteilung von Riot, die sich auf die Veröffentlichung von Spielen externer Studios konzentriert). Daher kann das LoL‑Universum im Spiel genutzt werden – inklusive einiger der ikonischsten League of Legends Champions. 

Entsprechend ist auch ordentlich Budget eingeflossen, was man an den Cutscenes und Teilen der Grafik sieht; dies ist jedoch auch einer der wenigen Bereiche, in denen sich Ruined King vom anderen Spiel von Airship Syndicate unterscheidet. 

Plattformen, auf denen du spielen kannst 

Neben der PC-Version gibt es Ruined King auch für einige deiner anderen Geräte. 

Wenn du eine Nintendo Switch besitzt, kannst du Ruined King jetzt ebenfalls darauf spielen.

PlayStation-Spieler können das Spiel ebenfalls spielen und es über den PlayStation Store kaufen. Bislang ist das Spiel für PlayStation 4 erhältlich, aber Käufer der PS4-Version erhalten auch ein kostenloses Upgrade auf die PS5-Version, sobald sie 2022 erscheint. 

Xbox-Spieler können das Spiel auf ihrer Plattform ebenso erwerben.

 

Das Positive

Ruined King richtet sich sowohl an Fans der Franchise, die vieles der auf Riots Website zu findenden Geschichte bereits kennen, als auch an Neulinge und funktioniert als eigenständiges Spiel.

Mit anderen Worten: Du musst weder League of Legends gespielt noch deren Lore-Videos auf YouTube gesehen haben, um zu verstehen, was vor sich geht. Das Spiel leistet gute Arbeit, dich in die Hintergrundgeschichte einzuführen. Du kannst zwischen sechs ikonischen Figuren aus LoL (Miss Fortune, Illaoi, Braum, Ahri, Yasuo und Pyke) wählen, die die Geschichte in diesem Spiel vorantreiben. 

Das Gameplay ist größtenteils sehr befriedigend, da es weniger vom Glück als von Strategie abhängt. Außerdem kannst du Runeterra auf eine Weise erkunden, die zuvor nicht möglich war; und du spielst nun im Singleplayer, statt dich mit der mitunter (fast immer) toxischen Online-Community von League of Legends herumzuschlagen. Auf das Kampfsystem gehen wir später im Artikel näher ein. 

Sound und Grafik sind super und wechseln zwischen einem comicartigen Look und einem eher ‚fantasy-realistischen‘ Stil, wie man ihn aus League of Legends kennt. 

Die Kämpfe sind (trotz ihrer Länge, die wir unter ‚Das Negative‘ erwähnen) anfangs unglaublich fesselnd und spannend. Das liegt insbesondere am strategischen Element, das im Spiel umgesetzt wurde.

 

Das Negative

Ruined King ist etwas oberflächlicher, als wir zunächst erwartet hatten. Obwohl der narrative Ansatz Riot erlaubt, seiner Welt Leben einzuhauchen, wo League die Oberfläche nur ankratzen konnte, wirkt das Spiel wie der Anfang (und nur der Anfang) eines neuen Spiels. Anders gesagt: Die Geschichte ist nicht ganz so ausführlich und reichhaltig, wie wir es uns gewünscht hätten. 

Zudem gibt es ein paar Stolpersteine im Spiel, die das Erlebnis etwas trüben können. Mitunter musst du mit NPCs sprechen, die du nicht erreichen kannst (weil sie ungünstig stehen oder einfach nicht reagieren, wenn du auf sie klickst). 

Auch die Kämpfe können auf Dauer etwas in die Länge gezogen wirken – insbesondere, wenn die Charaktere ihre ultimativen Angriffe einsetzen, wodurch eine Zwischensequenz abgespielt wird, die die ohnehin in unseren Augen etwas zu langen Kämpfe noch weiter verlängert – und zwar nicht im positiven Sinne. 

 

Ein wenig zu Kampftechnik und Strategien im Spiel

Die Kämpfe können, wie gesagt, lang werden, sind darüber hinaus aber spannend umgesetzt. Die beiden Studios haben sich zusammengetan, um eine neue Form von rundenbasierten Kämpfen zu entwickeln, die auf den drei Reihen/Bahnen – den ‚Lanes‘ – aus League of Legends basieren. Die drei Lanes tragen die Namen Speed, Balance und Power. Jede Lane hat ihre eigene Bedeutung für die Art und Weise, wie deine Fähigkeiten und Angriffe eingesetzt werden. 

Auf der Speed-Lane setzt du Fähigkeiten und Angriffe schneller ein, verlierst dafür aber etwas an Effektivität. Die Power-Lane, die unten/zuletzt liegt, lässt dich langsamer angreifen oder verteidigen, dafür jedoch deutlich kraftvoller. Die Balance-Lane ist – wie der Name andeutet – eine Mischung aus beidem. 

Zusätzlich zu diesem System gibt es sogenannte ‚Hazard Zones‘, auf die du achten musst. Diese legen sich als Felder auf die drei Bahnen. Hazards können sowohl gut als auch schlecht sein – oder beides zugleich. Sowohl du als auch der Gegner könnt eure Angriffe oder eure Verteidigung innerhalb des Feldes platzieren und damit je nach Vorgehen noch stärkere oder schwächere Effekte erzielen. 

 

Fazit

Wenn du Fan des LoL-Universums bist oder das Kampfsystem in Ruined King spannend findest, wirst du dieses Spiel mit großer Wahrscheinlichkeit genießen. Erwartest du hingegen einen Nachfolger zu League of Legends, ist dies in keiner Weise das richtige Spiel für dich – die Enttäuschung wäre quasi vorprogrammiert. 

Die Grafik ist schön, und interessant ist, wie sie zwischen zwei Stilrichtungen wechselt. Allerdings können die Kämpfe ‚zu lang‘ wirken, und die Geschichte ist etwas oberflächlicher, als wir angenommen hatten. 

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