Wenn Sie einem Freund oder Kollegen bei einem Computerproblem helfen möchten, sind Screenshots eine große Hilfe – also Bilder Ihres Bildschirms. So können Sie Aufnahmen Ihrer eigenen Anzeige erstellen und an andere senden, damit diese visuell nachvollziehen können, was Sie sagen möchten. Das Internet ist voller Screenshot-Tools. Hier finden Sie unsere Rezension zu Flameshot – Open Source und zu 100 % kostenlos.
Egal ob Sie Windows, Mac oder Linux verwenden: Flameshot ist für alle drei Plattformen verfügbar. Das ist praktisch, wenn Sie häufig an unterschiedlichen Rechnern arbeiten und überall dasselbe Screenshot-Tool nutzen möchten.
Wir haben die Windows-Version von Flameshot getestet. Auf dieser Seite lesen Sie eine kurze Bewertung unserer Erfahrungen mit dem Programm. Unten nennen wir außerdem eine Alternative, falls Sie ein anderes Screenshot-Tool mit zusätzlichen Funktionen ausprobieren möchten.
Download und Installation
Zum Herunterladen und Installieren von Flameshot klicken Sie einfach auf den Download-Button hier auf unserer Website. Anschließend werden Sie auf die SourceForge-Seite weitergeleitet, wo Sie sämtliche Installationsdateien für Windows, Mac und Linux finden.
Wie bereits erwähnt, haben wir nur die Windows-Version von Flameshot getestet – die Installation war kinderleicht. Wie in der GIF-Animation unten zu sehen, ähnelt das Setup den meisten Windows-Installationen: einfach durchklicken.
Auf unserem PC dauerte die Installation nur einen Augenblick, und wir konnten sofort mit Flameshot loslegen. Es wird automatisch eine Verknüpfung auf dem Desktop angelegt, über die Sie Flameshot öffnen können.
So funktioniert Flameshot
Beim ersten Start erscheint unten in der Ecke ein kleines Pop-up-Fenster. Es weist darauf hin, dass Sie Flameshot im Infobereich der Taskleiste (Systray) als eines der ausgeblendeten Symbole finden. Das Programm beansprucht also keinen Platz auf dem Bildschirm, bis Sie es benötigen.
Um einen Screenshot aufzunehmen, klicken Sie entweder auf das Symbol in der Taskleiste oder drücken die Taste Druck auf der Tastatur. Danach stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung. So können Sie beispielsweise mit Strg+S schnell ein Bild des gesamten Bildschirms speichern. Alternativ kopieren Sie den Screenshot mit Strg+C in die Zwischenablage. Möchten Sie nur einen bestimmten Bereich aufnehmen, markieren Sie mit der Maus ein rechteckiges Feld. Eine völlig freie Form ist leider nicht möglich.
Sobald Sie einen Screenshot erstellt haben, können Sie die integrierten Bearbeitungswerkzeuge nutzen. Um etwas hervorzuheben, lassen sich beispielsweise Pfeile zeichnen und Nummern hinzufügen. Außerdem gibt es eine Funktion zum Weichzeichnen/Verpixeln, wenn Sie persönliche Informationen unkenntlich machen möchten.
Zusätzliche Funktionen und Programmeinstellungen
Flameshot bietet einige Zusatzfunktionen, die wir hervorheben möchten. Besonders praktisch: Sie können Screenshots direkt aus dem Programm zur Online-Plattform Imgur hochladen und anschließend einen Link an diejenigen senden, die Zugriff benötigen. Imgur ist allerdings der einzige unterstützte Dienst.
Möchten Sie ändern, wie Flameshot arbeitet, öffnen Sie die Programmeinstellungen. Diese erreichen Sie, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Flameshot-Symbol im Infobereich der Taskleiste klicken und anschließend auf die Schaltfläche “Configuration”.
In den Programmeinstellungen, die in der obigen GIF-Animation zu sehen sind, können Sie zahlreiche Dinge anpassen. So lassen sich etwa die verschiedenen Bildbearbeitungsfunktionen aktivieren oder deaktivieren. Außerdem können Sie festlegen, wie Flameshot Ihre Screenshots automatisch benennen soll.
Spannende Alternativen
Eine gute Alternative ist Sniptool – unsere Rezension finden Sie hier. Sniptool enthält zwei äußerst nützliche Funktionen, die Flameshot fehlen. Erstens können Sie völlig frei mit der Maus markieren, was Sie aufnehmen möchten – in jeder Form, z. B. einen Kreis um ein bestimmtes Detail. Zweitens können Sie auch Bildschirmvideos speichern, was oft praktischer ist als einzelne Bilder.
Sniptool hat jedoch den Nachteil, dass es keine Upload-Funktion gibt. Wenn Sie Ihre Screenshots mit Sniptool zu Imgur hochladen möchten, müssen Sie das also manuell erledigen oder ein weiteres Programm installieren.
Grundsätzlich müssen Sie jedoch keine zusätzliche Software installieren, wenn Sie nur einen einfachen Screenshot erstellen möchten und keine ausgefallenen Funktionen benötigen. Wenn Sie Windows verwenden, können Sie das integrierte Snipping Tool über die Tastenkombination Windows-Taste+Umschalt+S öffnen. Microsoft hat eine kurze Anleitung veröffentlicht, die Sie finden, wenn Sie hier klicken. Nutzen Sie einen Mac, lesen Sie Apples Anleitung zu den vielen integrierten Screenshot-Funktionen in macOS unter diesem Link. Verwenden Sie stattdessen Linux, empfehlen wir eine Google-Suche speziell zu Ihrer Linux-Distribution.
Unser Fazit
Insgesamt ist Flameshot aus unserer Sicht ein solides Tool. Es bietet viele praktische Funktionen, ist äußerst einfach zu bedienen und steht für Windows, Mac und Linux zur Verfügung. Und obendrein ist es völlig kostenlos und sogar Open Source!
Perfekt ist Flameshot allerdings nicht. Wenn Sie eine Alternative suchen, die beispielsweise auch Bildschirmvideos aufnehmen kann, empfehlen wir Sniptool. Außerdem können Sie natürlich auch einfach die integrierten Funktionen in Windows und macOS nutzen, wie weiter oben in diesem Test beschrieben.
Zudem testen wir kontinuierlich neue Software – wir freuen uns, wenn Sie bald wieder unsere Website besuchen!
Erstellen Sie schnell und einfach Screenshots mit Flameshot, bearbeiten und laden Sie sie direkt ins Internet hoch! Das Tool ist kostenlos für Windows, Mac und Linux!